4. Januar 2020

SPD ignoriert Bildungsdesaster

Die Landesregierung negiert seit Jahren die Alarmzeichen, dass Mecklenburg-Vorpommern in einer unglaublichen Bildungskrise steckt.

„Egal ob KITA, Schule oder berufliche Ausbildung: wir driften weiter ab“, so Graf Westarp.
So feiern die zuständige Sozialministerin und die Ministerpräsidentin in großen Anzeigen die kostenlose KITA in MV ab 2020, ignorieren aber die Realität. Statt in die notwendige Verbesserung der Qualität wie kleinere Kitagruppen, Ausbildung von Erziehern oder schulischen Quereinsteigern, sowie den Erhalt der beruflichen Bildung in Wohnortnähe zu investieren, wird nur die Beitragsfreiheit gefeiert. Auf die hätte die Mehrheit zugunsten besserer Qualität gern verzichtet.
Für die Verwendung der Bundesmittel gibt es keine Vorgaben für die Länder. MV entschied sich – statt in die Qualität zu investieren – für die elterliche Beitragsfreiheit. „Es wird verschwiegen, dass unser Land die schlechtesten Betreuungsschlüssel hat und die KITAs oft baulich in einem sehr schlechten Zustand sind, die Erzieher überaltert sind und der Nachwuchs fehlt“, so Westarp weiter. Zudem liegen Inhalte und Ausbildungszeiten unter dem Niveau der anderen Bundesländer.

In der Schule war schon 2018 jeder fünfte neu eingestellte Lehrer ein Quereinsteiger. Sie haben Fachwissen, aber es fehlt ihnen die didaktische und methodische Kompetenz für ihr Fach. Es ist Realität, dass ohne solche notwendige Ausbildung kein erfolgreiches Unterrichten möglich ist und alle Beteiligten regelrecht verheizt werden. Das Niveau wird weiter sinken.