6. Juli 2019

FREIE WÄHLER fordern nationale Wasserstoffstrategie

Die einseitige Konzentration auf Batteriefahrzeuge bei der klimaneutralen Verkehrswende wird den Anforderungen an die Mobilität der Zukunft nicht gerecht. Gerade im Warengüterverkehr brauchen wir eine effiziente Antriebsart, welche zügig serienmäßig und alltagstauglich eingeführt werden kann. Hier ist die Wasserstoff-Brennstoffzelle am technologisch ausgereiftesten. Die geringe Dichte des Wasserstofftankstellennetzes stellt hier jedoch das Hauptproblem dar.

Auch die Gewinnung von Wasserstoff als Kraftstoffquelle muss ökologischer erfolgen. Hier bieten sich Elektrolyseverfahren an, welche (überschüssige) Windenergie nutzen. Gerade die Energie, welche in Spitzenzeiten nicht mehr vom Netz aufgenommen werden kann, sollte genutzt werden, um die Elektrolyseure zu betreiben. Der gewonnene Wasserstoff kann dann entweder abtransportiert oder über das bestehende Gasleitungsnetz abgeleitet werden.

Nur wenn wir Batterie- und Brennstoffzellentechnologie parallel entwickeln, können wir alle Arten des Verkehrs in Deutschland abdecken.

Hierfür brauchen wir eine bundeseinheitliche sektorübergreifende Wasserstoffstrategie, welche neben intensiver Forschung (Verbesserung des Wirkungsgrades) auch einen strukturierten Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur berücksichtigt.